Was sind Datenräume?
Industrielle Datenräume erklärt
Industrielle Datenräume für souveränen Datenaustausch zwischen Unternehmen
Systeme an Datenräume anbinden
Einstieg klären: Discovery Workshop
Was sind Datenräume in der Industrie? Gemeint sind standardisierte Umgebungen (Data Spaces), in denen Unternehmen Produktdaten, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsinformationen über Organisationsgrenzen hinweg austauschen, ohne die Hoheit über ihre Daten abzugeben. Datensouveränität ist dabei das Leitprinzip: Freigaben und Nutzungsregeln bleiben bei Ihnen.
Beispiele sind Catena-X in der Automobilindustrie oder Manufacturing-X im Maschinenbau. Es geht um partnerfähigen Datenaustausch in Lieferketten, nicht um einen Dateiablage-Raum für Unternehmensverkäufe.
Geschützte Umgebungen für souveränen Datenaustausch
Ein industrieller Datenraum (Industrial Data Space) ist eine standardisierte Umgebung, in der Unternehmen und Organisationen Daten sicher und nachvollziehbar austauschen. Gemeinsame Regeln sichern Interoperabilität, Sicherheit und Kontrolle: Sie entscheiden, wer was wann sehen darf. Die Entscheidung liegt nicht bei einem zentralen Plattformbetreiber.
Grundlage vieler Initiativen sind Prinzipien aus Gaia-X und International Data Spaces (IDSA) sowie offene technische Bausteine. Semantische Standards sorgen dafür, dass Daten übertragen und einheitlich interpretiert werden. So werden Use Cases nutzbar, etwa Rückverfolgbarkeit, Digitaler Produktpass oder Product Carbon Footprint.
Ein Datenraum in diesem Sinn ist ein Regelwerk plus Technik für gezielten, kontrollierten Datenaustausch zwischen Partnern. Er ist kein zentraler Datenspeicher und kein Virtual Data Room für Due Diligence.
So funktioniert ein Datenraum
Industrielle Datenräume kommen ohne zentrale Datenhaltung aus. Diese Architektur macht Datensouveränität im laufenden Betrieb möglich, erfahren Sie, wie Ihre Systeme daran angebunden werden. Das Prinzip hinter Datenräumen ist in drei Schritten erklärbar:
Daten bleiben beim Datengeber
Ihre Produktdaten, Qualitätsdokumente oder Lieferketteninformationen verlassen Ihre Systeme nicht automatisch.
Ein Connector setzt die
Nutzungsregeln durch
Jede Freigabe ist an Policies gebunden: Wer darf welche Daten zu welchem Zweck abrufen?
Freigegebene Daten,
nachvollziehbar protokolliert
Der Empfänger erhält ausschließlich die freigegebenen Daten. Kein zentraler Plattformbetreiber sieht mit.
Warum industrielle Datenräume relevant sind
Unternehmen nutzen Data Spaces, weil Anforderungen aus Lieferketten und Regulierung steigen und bilaterale Sonderlösungen oft nicht skalieren.
Effizienz und Qualität
Frühere Erkennung von Engpässen und Qualitätsproblemen, weniger manuelle Datenlieferungen und klarere Nachweise gegenüber Kunden und Auditoren.
Interoperabilität statt Inselschnittstellen
Offene Standards ersetzen individuelle Punkt-zu-Punkt-Anbindungen. Partner können anbinden, ohne dass alle dieselbe Software nutzen müssen.
Grundlage für neue Geschäftsmodelle
Wo Daten gezielt und sicher geteilt werden können, entstehen datengetriebene Services: von Data-as-a-Service bis zu partnerschaftlichen Mehrwertdiensten in der Lieferkette.
Datensouveränität und Kontrolle
Datensouveränität heißt: Sie behalten die Datenhoheit. Freigaben, Nutzungsregeln und Identitäten machen den Austausch nachvollziehbar und verringern die Abhängigkeit von einer zentralen Plattform.
Compliance und Transparenz
Anforderungen wie Lieferkettentransparenz, Digitaler Produktpass (DPP) oder Product Carbon Footprint lassen sich über strukturierte, partnerübergreifende Datenflüsse adressieren. Das ist eine technische Vorbereitung und ersetzt keine Rechtsberatung.
Es gibt nicht den einen Datenraum
Branchenspezifische Anforderungen und Standards haben unterschiedliche Datenräume hervorgebracht. Relevant ist, welcher zu Ihrer Branche, Ihren Abnehmern und Ihrem Use Case passt. Die folgende Übersicht zeigt nur eine Auswahl der bekanntesten Datenräume. Daneben entstehen und etablieren sich laufend weitere branchenspezifische Initiativen.
Technische Grundlage vieler industrieller Datenräume sind offene Bausteine und Standards, unter anderem Eclipse Dataspace Components (EDC), Asset Administration Shell (Verwaltungsschale) sowie Gaia-X- und IDSA-Prinzipien.
Catena-X
Factory-X
Mobility Data Space
sphin-X
Weitere Initiativen
Chem-X für die Prozessindustrie und weitere branchenspezifische Ökosysteme entstehen und etablieren sich laufend.
Branchenorientierung:
- Automotive-Zulieferer & OEMs: Catena-X
- Maschinenbau, Smart Factory & Industrie 4.0: Factory-X
- Pharma- und Medizintechnik-Lieferkette: sphin-X
- Mobilität & Flotten: Mobility Data Space
Welcher Datenraum zu Ihrem Use Case passt, hängt von Branche, Abnehmern und Regulierung ab.
Vom Verstehen zur Anbindung an bestehende Systeme
Viele Unternehmen wollen keinen eigenen Datenraum betreiben, sondern bestehenden Ökosystemen wie Catena-X beitreten, Use Cases umsetzen und ihre ERP-, PLM- oder MES-Systeme datenraumfähig machen.
doubleSlash unterstützt dabei als herstellerunabhängiger Datenraum-Integrator mit Beratung und Umsetzung. Der Aufbau oder Betrieb einer Datenraum-Infrastruktur für Dritte gehört nicht zum Angebot.
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FAQ's
Was sind Datenräume?
Was bedeutet Datensouveränität?
Was unterscheidet industrielle Datenräume von virtuellen Datenräumen für M&A?
Was ist der Unterschied zwischen Datenraum und Cloud-Plattform?
Müssen wir einen eigenen Datenraum bauen?
Was ist Catena-X, und brauche ich das?
Wie hängen Digitaler Produktpass und Datenräume zusammen?
Wie starten wir sinnvoll?
Ihr Ansprechpartner rund um das Thema Connected Data Spaces

