Die Analogie zum klassischen Architekturbegriff, der die Auseinandersetzung des Menschen mit gebautem Raum beschreibt, zum Bau eines Hauses ist schlüssig. Denn auch in der Software-Architektur geht es – im übertragenen Sinne – um die strukturell organisierte Beziehung von Modulen, um die Tektonik eines Systems und die Interpretation seiner Bewegungen und Beweglichkeit im Raum.
doubeSlash unterscheidet zwischen Makro- und Mikro-Architektur
In der Praxis ist die Software-Architektur die technische Fortsetzung des IT-Consulting, ihre Beschreibung Bestandteil des IT-Konzepts. Sie setzt klare Ziele und formuliert, wie das Traumhaus des Kunden aussehen soll. Die Grundlage dafür schafft die Makro-Architektur, wie wir es nennen, also die Landschaftsplanung: Sie definiert das Umfeld, etwa ein Wohngebiet, gibt die Bebauung frei und sorgt für die Infrastruktur – Straßen, Wasser, Strom. Die Mikro-Architektur hingegen schafft die statischen Voraussetzungen, sorgt für Stabilität und Raum zur individuellen Gestaltung heute und in Zukunft: Größe und Lage der Zimmer, die Farbe an Wänden und Fassade.
Flexible Blaupause
Das Business Modelling visualisiert die Prozesse, also das „Was“. Die Software-Architektur dagegen gestaltet Datenmodelle, das „Wie“. Dafür steht uns ein ganzes Instrumentarium an Werkzeugen wie SOA, ESB, EDA und andere zur Verfügung. Das so genannte Domain-Modelling gibt den Rahmen vor für die Software-Entwicklung, nicht starr, sondern flexibel. Eine Blaupause, die individuelle Ansprüche bedient und jederzeit an veränderte Anforderungen angepasst und weiterentwickelt werden kann (Customizing). Und die als Baumuster auch in anderen Projekten und Projektbestandteilen wiederverwendet werden können. Mit der Software-Architektur stellen wir also sicher, dass die Anforderungen an eine Systemlandschaft immer auf Ihre technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abgestimmt sind.